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Kennzeichen für Oldtimer

Für den geliebten und in der Regel als Zweit- oder Drittwagen genutzten Klassiker gibt es andere Möglichkeiten der Zulassung, als für ein neues Fahrzeug. Im Folgenden eine Übersicht der verfügbaren Kennzeichen mit allen Vor- u. Nachteilen:

Saisonkennzeichen:


Sie möchten Ihr Fahrzeug nur im Sommer benutzen, bei schönstem Wetter? Dann besteht die Möglichkeit das Fahrzeug mit einem Saisonkennzeichen anzumelden. Im gewählten Zeitraum steht der Wagen zur vollen Verfügung. Steuern und Versicherung sind nur dann fällig, die restliche Zeit bleibt das gute Stück in der Garage.

Vorteil:
  • taggenaue Abrechnung der Steuer und Versicherung
  • während des Zulassungszeitraumes uneingeschränkte Nutzung
  • kein Mindestalter des Kfz nötig – also gut geeignet für den hubraumstarken Youngtimer
  • An- u. Abmeldegebühren entfallen
Nachteil:
  • Fahrzeug darf nach dem Abmelden nicht mehr im öffentlichen Straßenverkehr stehen – ein Stellplatz oder Garage ist nötig
  • keine sonderlichen Vergünstigungen für Oldtimer
  • manchmal lockt das Wetter auch außerhalb des Zulassungszeitraumes zu einer kleinen Ausfahrt...
Rotes Kennzeichen für Oldtimer – 07er-Nummer:

Es gibt spezielle rote Kennzeichen für Oldtimer. Sie beginnen immer mit 07 und werden daher auch so genannt. Damit ist es möglich den Wagen in öffentlichen Straßenverkehr zu bewegen, allerdings nur zu Probe- u. Überführungsfahrten oder zu Oldtimerveranstaltungen. Außerdem muss das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein und einen verkehrssicheren Zustand aufweisen. Je nach Zulassungsstelle können bis zu 10 oder mehr Fahrzeuge mit einem Kennzeichen bewegt werden. Für jedes ist allerdings ein eigenes Fahrtenbuch zu führen. Das Kennzeichen kostet pro Jahr momentan 191€ Steuern. Allerdings ist zur Beantragung und zur Verlängerung ein polizeiliches Führungszeugnis nötig.

Vorteil:
  • günstige Steuer und Sonderkonditionen bei den Versicherungen
  • mehrere Fahrzeuge können mit dem Kennzeichen gefahren werden
  • gilt auch im Ausland
Nachteil:
  • eingeschränkte Nutzung
  • aufwendigere Zulassung
H-Kennzeichen:

Die klassische Variante einen Oldtimer ständig zuzulassen, ist das H-Kennzeichen. Damit wird das Fahrzeug als erhaltenswertes historisches Kulturgut ausgezeichnet. Mindestens 30 Jahre alt muss der Klassiker sein und sich in einem guten und vor allem originalen Gesamtzustand befinden. Lediglich zeitgenössische Umbauten sind erlaubt oder sie sind älter als 20 Jahre. Der Einbau von moderner Technik führt oft zur Ablehnung. Ein nachgerüsteter Katalysator ist aber mittlerweile in Hinblick auf die Umwelt gestattet und auch ein modernes Autoradio wird akzeptiert. Fahrgestell und Historie müssen stimmen, der Zustand muss mindestens Note 3 erreichen. Durch einen Gutachter (TÜV/DEKRA) werden die entsprechenden Voraussetzungen festgestellt und das H-Kennzeichen erteilt. Es soll aber auch schon passiert sein, dass Fahrzeuge im tollen Zustand abgewiesen wurden, da es „zu viele“ gibt. Ein gern gebrachtes Beispiel ist der VW Käfer. Erhält man schließlich den Segen, bekommt das Fahrzeug die Schlüsselnummer 98 und kann nur noch mit H-Kennzeichen zugelassen werden. Dadurch genießt man einen festen Steuersatz (192€) und erhält oft vergünstigte Tarife bei den Versicherern. Das Fahrzeug ist anschließend uneingeschränkt nutzbar, auch Umweltzonen sind frei passierbar.

Vorteile:
  • komplett freie Nutzung des Fahrzeuges
  • günstige Steuer und Sonderkonditionen bei den Versicherungen
  • uneingeschränkte Fahrt in Umweltzonen
  • gilt auch im Ausland
Nachteile:
  • Aufwendige Begutachtung und Erteilung
  • Fahrzeug in gutem und originalem Zustand
  • kein Saisonkennzeichen möglich


Schlagwörter

o Bewertung
o Kennzeichen
o Zustandsnoten